Palliativversorgung

Palliativversorgung (im angloamerikanischen Sprachraum „Palliative Care“) ist die umfassende Versorgung von Menschen mit weit fortgeschrittenen, unheilbaren Erkrankungen und begrenzter Lebenserwartung. Im Vordergrund stehen die Linderung quälender Symptome sowie die Hilfe und Unterstützung im Umgang mit den vielfältigen Belastungen am Lebensende durch einen multiprofessionellen Ansatz. Ziel ist die Verbesserung bzw. Aufrechterhaltung der Lebensqualität für die Betroffenen und ihre Angehörigen.

Haus- und Fachärzte, ambulante Pflegedienste, Krankenhäuser und Pflegeheime sind in der Regel für die Versorgung Schwerstkranker und Sterbender zuständig. Darüber hinaus haben sich in den letzten Jahren verschiedene Dienste und Einrichtungen entwickelt, die über umfassende Erfahrungen auf dem Gebiet der Palliativversorgung verfügen. Hierzu gehören:

      • ambulante Hospizdienste (psychosoziale Unterstützung durch vorwiegend ehrenamtliche Mitarbeiter)

      • ambulante Palliativdienste (spezialisierte ärztliche und/oder pflegerische Betreuung Schwerstkranker und Sterbender)

      • Konsiliardienste (Unterstützung nichtspezialisierter Ärzte und Pflegender durch Spezialisten auf den Gebieten Palliativmedizin und Palliativpflege)

      • Palliativstationen (palliativmedizinisch spezialisierte Abteilungen in Krankenhäusern)

      • stationäre Hospize (Einrichtungen für die Betreuung Schwerstkranker in den letzten Lebenswochen)

Zu dem multiprofessionellen Ansatz der Palliativversorgung gehören auch Berufsgruppen wie die Physiotherapie, Ergotherapie, Sozialarbeiter, Psychologen, sowie andere.

Das Berliner Aktionsbündnis Ambulante Palliativversorgung (BAAP e.V.)

Das BAAP verfolgt die Förderung der Hospiz-. und Palliativversorgung schwerstkranker und sterbender Menschen. Die Grundlage dazu ist die Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland.

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Versorgungslücken am Lebensende – Aktuelle Bevölkerungsbefragung des ZQP

Eine repräsentative Bevölkerungsumfrage der Stiftung Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) kommt zu dem Ergebnis, dass mehr als jeder fünfte Deutsche, der bereits einen Sterbenden begleitet hat, die Versorgung als schlecht einstuft. Veröffentlicht wurde die Untersuchung am 18.02.2014.

Quelle: http://www.zqp.de/index.php?pn=press&id=379

Die Befragung wurde bei einer Stichprobe von 1.007 befragten Personen ab 18 Jahren aus der deutschen Bevölkerung in der Zeit vom 08. bis 15. Oktober 2013 durchgeführt.

Aus den veröffentlichten Ergebnissen lässt sich leider keine regionale Ausprägung der Ergebnisse ersehen.

Hier drei aus der Befragung herausgenommene Ergebnisse:

(Quelle: Faktenblatt – ZQP-Bevölkerungsbefragung „Versorgung am Lebensende“)

Abb 4 ZQPAbb 6 ZQPAbb 8 ZQP

Die Befragung hat noch weitere sehr interessante Ergebnisse ergeben, die es sich lohnt anzusehen. Für uns als BAAP e.V. erscheint der wichtigste Punkt in dem Ergebnis der Befragung zu sein, dass Professionelle Pflegekräft am Lebensende eine sehr entscheidende Rolle zukommt. An mancher Stelle die bedeutenste Rolle unter den professionellen Begleitern.

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Der BAAP ist Vertragspartern in der SAPV – Seit 01.10.2013 ist die spezialisierte Palliativpflege paritätisch im Rahmenvertrag vetreten

Es war ein langer Weg. Beinahe ein ganzes Jahr haben die Verhandlungen gebraucht um die spezialisierte Palliativpflege mit ihren eigenen Kompetenzen vertraglich so in den Rahmenvertrag einzubinden, dass eine Anpassung an die gesetzlichen Anforderungen erreicht werden konnten.

Die Versorgung Schwerkranker und sterbender hat den individuellen Bedürfnissen und Präferenzen des Patienten und seines Umfelds in besonderer Weise gerecht zu werden. Es war eine Forderung des Gesetztgebers, dass der dazu aus ärztlicher und pflegerischer Sicht benötigte Entscheidungsspielraum für die Anpassung der Palliativversorgung an die Besonderheiten des Einzelfalls benötigt wird. Mit dem Rahmenvertrages ab 01.10.2013 erhält die spezialisierte Palliativpflege nun diesen Spielraum. Ein weiterer Vorteil des Vertrages: Die Einführung eines “SAPV-Dokumentationsbogen Pflege” wurde zum 01.01.2014 wirksam. Der “SAPV-Dokumentationsbogen Pflege” ermöglicht nun die Abbildung der Qualität in der SAPV-Pflege. Die Daten aus diesem Bogen, der für jeden Fall Begleitend in der Versorgung ausgefüllt werden muss, gehen in den jährlichen Qualitätsbericht ein. Somit wird nun auch für die SAPV-Pflege zukünftig transparent, wie die Versorgungsqualität in der Berliner Versorgungslandschaft sich darstellt.

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Das Berliner Aktionsbündnis Ambulante Palliativpflege gründet sich als Verein!

Das Berliner Aktionsbündnis Ambulante Palliativpflege (BAAP) stellt sich neu auf und gründet sich daher als Verein. Dabei konzentriert sich das BAAP darauf die Interessen der Berliner Pflegedienste im Bereich der ambulanten Palliativpflege zu vertreten. Diese Interessenvertretung erfolgt gegenüber der Öffentlichkeit, der Politik und vor allem auch den Krankenkassen. Dabei geht es dem BAAP nicht allein um die wirtschaftliche Überlebensfähigkeit dieses sehr aufwendigen Pflegesegments, sondern auch um Qualitätsstandards und ein flächendeckendes Angebot in Berlin. Damit will das BAAP die Voraussetzungen schaffen, schwerstkranken und sterbenden Menschen einen würdevollen und selbstbestimmten Abschied zu ermöglichen.

Noch immer ist die Situation in Berlin defizitär. Die Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung (SAPV) kann nur aufrecht erhalten werden, weil sich Ärzte und Pflege aufopferungsvoll engagieren.

Die folgenden Seiten sollen von nun an unsere Arbeit transparent machen. Unterstützen auch Sie uns und diskutieren mit. Zögern Sie bitte nicht, auch persönlich auf uns zuzukommen, sollten Sie ein persönliches Anliegen haben.

Im Namen der Mitglieder des BAAP…

Der Vorstand

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